Fakultät Wirtschaft - BWL

Exkursion

Führungsseminar in Dresden 2012

von Philipp Schlund, Kurs IN09

Vom 06.05. bis zum 11.05.2012 absolvierten die Studenten des Studiengangs Industrie im Rahmen des sechstes und letzten Semesters ihr Führungsseminar in Dresden, um so gut vorbereitet nach dem Studium ins Berufsleben als künftige Führungskraft starten zu können.

Am frühen Sonntagmorgen ging es für die drei Industrie-Kurse des Jahrgangs 2009 in Mosbach los. In zwei Bussen und mit mehreren Zwischenstopps zum Zusteigen ging es Richtung Dresden. Nach 7 Stunden stimmungsvoller Fahrt erreichte man gegen 17:00 Dresden und bezog das Jugendgästehaus im ehemaligen Stasi-Ausbildungszentrum. Sogleich folgte die erste Enttäuschung – es sollte aber die einzige bleiben. Das Seafood Restaurant sah sich trotz Reservierung nicht in der Lage, unsere Gruppe zu bewirten. So fiel das gemeinsame Abendessen aus und der erste Abend war zur freien Verfügung, was viele nutzten, um schon einen Eindruck vom Dresdner Nachtleben zu gewinnen.

 

Verspätet, aber voller Tatendrang ging es dann am Montag um 8:30 mit den Seminaren los. Studiengansleiter Prof. Dr. Deser, sein Vorgänger Prof. Dr. Riedel, sowie vier externe Dozenten übernahmen jeweils eine kleinere Gruppe von Studenten . So war die perfekte Voraussetzung für ein erfolgreiches Erarbeiten der Seminarinhalte geschaffen. Es wurden im Laufe der Woche verschiedene Führungstypen diskutiert und die Studenten konnten in Rollenspielen den individuell passenden Führungsstil herausfinden. Wichtige Bestandteile dessen waren stets die sich dem Rollenspiel anschließende Videoanalyse, sowie Feedback der Dozenten und Kommilitonen. Der zweite große Block war die Persönlichkeitsanalyse, die sowohl eine Eigen- als auch eine Fremdanalyse beinhaltete.  Die Ergebnisse und deren Bedeutung wurden ausgiebig in der Gruppe diskutiert und förderten einige interessante Erkenntnisse zu Tage. Eingestreute Spiele und Übungen lockerten die Atmosphäre immer wieder auf und stärkten die Teamarbeit. So konnten die Sinne der Studenten für die kommenden Aufgaben als Führungspersönlichkeit geschärft werden. Bestätigt wurde dies auch durch das durchgehend positive Feedback seitens Teilnehmern und Dozenten.

 

Abgerundet wurde das Seminar durch die abendlichen Gemeinschaftsaktivitäten. Am Dienstagabend fand bei bestem Wetter eine Stadtführung entlang sämtlicher Sehenswürdigkeiten Dresdens, wie dem Zwinger, der Semperoper und der Frauenkirche statt. Besonders beeindruckend war dabei die Fremdenführerin, die ihr umfassendes Wissen zur Dresdner Geschichte mit ihrer pfeilschnellen Rhetorik zu vermitteln  vermochte.  Das Gemeinsame Abendessen im traditionellen Restaurant „Pulverkeller“ bildete dann am Donnerstag eine gelungene Entschädigung für das am ersten Abend ausgefallene Beisammensein. Bei herzhaften sächsischen Spezialitäten konnte die gemeinsame Woche gemütlich ausklingen. Darüber hinaus blieb natürlich noch genügend Zeit für abendliche Kneipentouren in der Dresdner Neustadt, Ausflüge in die sächsische Schweiz oder zum Sonne tanken an den Elbauen.

 

Das Resümee des Führungsseminars fällt also durchweg positiv aus und ist auch für die nachfolgenden Jahrgänge absolut zu empfehlen.

Exkursion

Exkursion der Vertiefungsrichtung
Material- und Produktionswirtschaft

Von Tanja Schartow, Kurssprecherin BWL-Industrie, Kurs IN09B

Altfeld, 19.04.2012. Vollständig traf sich der Kurs der Vertiefungsrichtung Material- und Produktionswirtschaft im Distributionszentrum der Firma Braun in Altfeld. Ziel dieser Exkursion war es, die theoretischen Inhalte der Vorlesungen in der Praxis kennen zu lernen.

Der Tag startete mit einer allgemeinen Vorstellungsrunde und einer zweistündigen Vorlesung. Sven Schwencke von der Zentrale der Braun GmbH in Kronberg veranschaulichte in seiner Präsentation neben Informationen zum Unternehmen und zur logistischen Planung auch die verschiedenen Stufen, die für den Prozess im SAP nötig sind. Der Standort in Altfeld fungiert als Distributionszentrum, dessen zwei große Hochregallager, den Umschlag vieler Produkte von Procter & Gamble, ermöglichen. Nicht nur Großkunden werden beliefert, sondern auch die Mitarbeiter können online Produkte bestellen, die in diesem Distributionszentrum verpackt werden.

Nach einer kurzen Mittagspause in der Firmenkantine, wurde unter Anleitung dreier Mitarbeiter das Logistikzentrum besichtigt, um einen tieferen Einblick in den gesamten Ablauf des Warenflusses zu bekommen. Neben Wareneingang, Kommissionierung und Versand konnte die Gruppe unter der Leitung der Qualitätssicherungsbeauftragten auch mehr über Standards und Verbesserungen im Distributionszentrum erfahren. Der Rundgang verdeutlichte den hohen Automatisierungsgrad des Distributionszentrums durch den Einsatz eines modernen Informationssystems für die Lagerverwaltung, gekoppelt mit umfangreichen und sehr schnellen Fördersystemen. Beeindruckend waren auch die beiden vollautomatischen Hochregallager nach chaotischen Lagerprinzip, die parallel ein- und auslagern können.

Anschließend wurden in einer Fragerunde letzte Fragen geklärt und sich für den interessanten Tag, sowie für die freundliche Betreuung bedankt. Die Exkursion ermöglichte den gewünschten Praxiseinblick und war eine gelungene Veranstaltung im Rahmen der Vertiefungsrichtung. Auch die Nachfolgerjahrgänge würden sich sicherlich freuen, wenn diese Veranstaltung in den nächsten Jahren wieder durchgeführt werden würde. 

 

Harte Hand oder Laissez-faire

Unser diesjähriger Abschlussjahrgang BWL-Industrie (IN08) beim Führungstraining unter der Gesamtleitung von Prof. Dr. Frank Deser (2. von rechts) in Dresden. Bild zum Vergrößern bitte anklicken.Lesen Sie dazu den Erfahrungsbericht von Melanie Rieth aus dem Kurs WIN08C: Harte Hand oder Laissez-faire

As much as you can

Mosbach, Mai 2011. So viel lernen wie möglich... das gilt für angehende BWLer insbesondere auch, was die die englische Sprache angeht. Wie die Vorlesungen dazu für unsere 6. Semester aussehen, haben wir eine erfahrene Dozentin befragt, die es wissen muss.

DHBW: Frau Nintscheff, wie lange unterrichten Sie schon Englisch an der DHBW Mosbach?   

Nintscheff: Ich habe 1993 mit Business English Vorlesungen begonnen und freue mich, dass ich seither die  Entwicklung von der Berufsakademie zur Dualen Hochschule hautnah miterleben durfte.

DHBW: Warum müssen die Studierenden Ihrer Meinung nach an der Hochschule noch Englisch lernen?

Nintscheff:  Englisch ist nun einmal die Weltsprache Nr. 1. Da unsere Studierenden bereits mit sehr guten Vorkenntnissen zu uns kommen, können wir uns in erster Linie darauf konzentrieren, Studenten in praxisnahen Geschäftssituationen und in Workshops auf den Beruf vorzubereiten.  

DHBW: Was ist jetzt im sechsten Semester im Englischen noch Inhalt der Englisch-Vorlesung?  

Nintscheff: Finanzen, Verträge, Führungsqualitäten und Präsentationen. Die Prüfung nach dem sechsten Semester setzt sich aus einem mündlichen und einem schriftlichen Teil zusammen. Inhaltlich wird neben den bereits genannten Schwerpunkten auch sehr viel Wert auf ausführliches Wissen im Bereich der von den Studenten gewählten Wahlfächer gelegt.  

DHBW: Welche Lebensweisheit können Sie unseren Studierenden mit auf den Weg geben – am besten natürlich auf Englisch?

Nintscheff: Now in English: Learn as much as you can, not only for the tests, be authentic and enthusiastic. And one more thing: on your road to success you should always take your colleagues with you – improve your communication, try to be a good teamplayer and share your ideas with others – I really mean it!  

DHBW: Frau Nintscheff, wir danken für das Gespräch.  

Nintscheff: Es war mir ein Vergnügen!

Mit Angelika Nintscheff sprach Volkhard Wolf

Back to School

Mosbach, April 2011. Prof. Dr. Seon Su Kim ist seit etwa einem Jahr Studiengangsleiter (SGL) in der Studienrichtung BWL-Industrie. In dieser Funktion betreut er unsere Studierenden im ersten Studienjahr. An Aschermittwoch sind seine Schützlinge zu Ihrem zweiten Theoriesemester an DHBW Mosbach angetreten, eigentlich ganz entgegen dem Motto: An Aschermittwoch ist alles vorbei.

DHBW: Herr Dr. Kim, was sind einmal ganz in groben Zügen gesprochen, eigentlich die Aufgaben eines Studiengangsleiters?

Kim: Ein Studiengangsleiter ist im Wesentlichen direkter Ansprechpartner für die Studierenden und Partnerunternehmen. Ein weiterer großer Aufgabenbereich ist die Organisation und Entwicklung des Studiengangs wie z.B. Auswahl und Koordination der Dozenten, Sicherung der Qualität und inhaltliche Weiterentwicklung der Studiengangebote.

DHBW: Seit Aschermittwoch haben Sie wieder Studierende im Haus für die Sie als SGL direkt zuständig sind. Wo liegen Schwerpunkte der Lehre im zweiten Theoriesemester?

Kim: Im zweiten Theoriesemester liegt der Schwerpunkt bei den allgemeinen Grundlagen wie zum Beispiel Recht, VWL und Finanzbuchhaltung. Aber auch Themen wie International Business und Marketing werden hier bereits in den Grundlagen vorgestellt.

DHBW: Welche Fächer unterrichten Sie und worauf legen Sie dabei besonderen Wert?

Kim: Ich unterrichte die Fächer Marketing und Industrielles Service Management, dazu auch noch Themen wie Informationsbeschaffung/Marktforschung oder Organisation & Führung. Wichtig ist mir vor allem, dass neben dem Verständnis für die theoretischen Konzepte auch die Bedeutung und Anwendbarkeit in der Praxis deutlich wird. Und natürlich versuche ich immer die Neugier und Freude für die jeweiligen Themen zu wecken.

DHBW: Sie arbeiten als hauptamtlicher Professor an der DHBW. Was hat Sie dazu bewogen, diesen Beruf zu ergreifen?

Kim: Mir macht es vor allem sehr viel Spaß mit den Studierenden zu arbeiten. Gerne möchte ich die Studierenden bei der persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung unterstützen. Darüber hinaus bietet gerade dieser Beruf viele Möglichkeiten, spannende und aktuelle Themen aufzugreifen und eng mit der Industrie zusammen zu arbeiten. Diese Mischung ist einfach toll.


DHBW: Ihre Begeisterung ist ja auch förmlich zu spüren. In der Studienrichtung BWL-Industrie lehren neben den hauptamtlichen Hochschullehrern auch eine Reihe von nebenamtlichen Privatdozenten. Wie ist in etwa zahlenmäßig das Verhältnis und welchen Vorteil verspricht man sich davon?


Kim: Im zweiten Semester werden deutlich über 50% der Vorlesungen von externen Dozenten gehalten. Diese Dozenten bringen viel Berufserfahrung mit und können somit auch hautnah zeigen, wie relevant die Vorlesungsinhalte in der Praxis sind. Diese Praxisnähe ist gerade an der DHBW besonders gut geben und sicherlich ein großer Vorteil im Vergleich zu anderen Hochschulen.

DHBW: Wir wünschen Ihnen und Ihren Studierenden viel Erfolg im laufenden Semester und danken für das Gespräch! Wv